Restaurationstipps V7 Spezial - Das Werkzeug
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Werkzeug, die Grundausstattung

Welches Werkzeug vorhanden sein muss, hängt natürlich auch davon ab, wie weit man sein Motorrad selbst zerlegen und aufarbeiten möchte. Hat man vor den Motor und das Getriebe zu zerlegen ist einiges an Spezialwerkzeug nötig.
Die Grundausstattung besteht selbstverständlich aus einem Gabelschlüsselsatz, Ringschlüsselsatz und einem guten Ratschenkasten. Lieben gelernt habe ich auch den Ratschenschlüsselsatz. Gerade an unzugänglichen Stellen, bei denen man mit einem normalen Ringsschlüssel eine viertel Umdrehung schafft, ist es sehr von Vorteil das Werkzeug nicht dauernd neu ansetzen zu müssen.
Bei einer Oldtimerrestauration sollte das Werkzeug von guter Qualität sein. Festsitzende Schrauben sind keine Seltenheit und sind diese erst einmal rund hilft nur noch aufbohren.
Verschiedene Schraubendreher, Zangen und ein anständiger Schraubstock dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Bei den spezielleren Werkzeugen gehören zur Grundausstattung:
Spezialwerkzeuge
Abzieherzumindest Universalabzieher, um sich mal schnell behelfen zu können.
Innenabzieherverschiedene Größen
Drehmomentschlüssel
Schieblehre
Standbohrmaschinesollte eine anständige mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen sein
Doppelschleifereiner aus dem Baumarkt genügt
Gewindeschneidesatzzumindest die Feinschneider sollten vorhanden sein um Macken von Schrauben, Bolzen und Muttern zu beheben.
Was auf jedenfall vorhanden sein sollte, ist ein Kompressor. Auch wer nicht selbst lackieren möchte braucht immer wieder Druckluft. Sei es um was auszublasen oder für einen Druckluft-Ratschenschrauber. Für die verschiedenen Einsatzzwecke bei der Restauration genügt ein Kolbenkompressor, wenn dieser nicht für Sandstrahlarbeiten verwendet werden soll. Ideal ist einer mit 40l Speicher und einer Ansaugleistung von 300 - 400 l die Minute. Der pfeift dann auch nicht aus dem letzten Loch bei Arbeiten mit Druckluftwerkzeugen.
Generell sollte man natürlich abwägen was an Werkzeug angeschafft wird. Der Geldbeutel freut sich wenn ein bestimmter Abzieher, der eh nur einmalig Anwendung findet, von einem Bekannten ausgeliehen wird.

Ich verfüge z. B. nicht über ein Schweißgerät. Erstens müßte ich Schweissen auch erst lernen und zweitens gibt es bei einem Motorrad meist nicht sehr viele Teile zum Schweissen. Mir gegenüber ist eine KFZ-Werkstatt, die sehr gut schweissen können. Dort habe ich das Beiwagenboot mit einem kleinen Riss, den eingerissenen Kotflügel, den Rahmen mit der angebrochenen hinteren Fussrastenhalterung und den Tank, der an einer Naht offen war, machen lassen. Allein für die Anschaffung eines Schweissgerätes kann ich viele Motorräder mit ähnlichen Schäden ausser Haus geben.