Restaurierungstipps- Rostschutz
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Vorbereitungen vor dem Grundieren

Sind die Teile vom Glasstrahlen zurück geht es an die Grundierung. Dies sollte schnell passieren. Bei Teilen einer BMW R26 kann man sich etwas Zeit lassen, Moto Guzzi-Teile müssen schon schneller verarbeitet werden. Richtig Gas geben heisst es bei Stoye-Teilen aus Leipzig. Dem in DDR-Zeiten verarbeiteten Blech kann man beim Rosten zusehen. Wer nicht schnellstens eine Schutzschicht über das blanke Metall zieht, wird mit Flugrost abschleifen bestraft.

Zu aller erst sollten die Teile noch einmal sorgfältig gesichtet werden. Vielleicht sind doch noch Löcher oder Risse in dem blanken Metall zu finden, die man vorher bei der alten Lackierung nicht gesehen hat. Mein Stoyeboot hatte an der Federaufnahme einen kleine Riss, entweder war er gespachtelt oder die Rostschutzfarbe hatte ihn einfach verdeckt.

Sind die Teile untersucht und es gibt keine grösseren Beulen oder Fehlstellen die verzinnt werden müssen (Dies versuche ich beim Anpassen durch eventuelles Ausbeulen zu vermeiden) behandle ich die Falze und schlecht zugänglichen Stellen zur Sicherheit noch mit Rostumwandler. Gerade an Falzen kommt das Strahlgut nicht hin und wenn hier vorher im Laufe der Jahre Feuchtigkeit reingekommen ist, sind kleine Rostnester vorprogrammiert.

Als nächstes wasche ich die Teile mit entmineralisiertem Wasser. Dies reinigt vom restlichen Strahlstaub und entzieht dem Metall rostfördernde Mineralien. Nach der Trockung werden sie mit Silikonentferner und einem fusselfreien Tuch kurz abgerieben. Sollte nach dem Strahlen eigentlich nicht nötig sein, aber wer weiss schon sicher, ob in der Strahlfirma jeder Handschuhe angehabt hat, der Teile von links nach rechts gestellt hat.